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Babelforums > Living in... > Paris: and the dream goes on!

Vélib', das neue Pariser Fahrvergnügen.

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Moritz
  • Posts: 12

Posted: 2007-07-20 18:01

Artikel von Jean-Sébastien Lefebvre
http://community.cafebabel.com/profile/display/jslefebvre

Paris wird unweltfreundlich! So jedenfalls das Bestreben seines Bürgermeisters, Bertrand Delanoe. Seit einigen Tagen sind 10.000 "kostenlose" Fahrräder über die Stadt verteilt, alle 300 Meter eins. Wenn alles gut geht, werden es in sechs Monaten 20.000 sein! Das verkündete Ziel ist ehrgeizig: das Projekt soll die Lebensart der Pariser verändern und zugleich die Umweltverschmutzung reduzieren. Die Pariser, die ihre Blechkisten so sehr LIEBEN und so gern darin an die Decke gehen, sollen nun auf’s Rad umsteigen. Für eine Jahresgrundgebühr von 30 Euro kann man eine halbe Stunde fahren, jede weiter halbe Stunde kostet einen Euro. Ob das die Pariser wohl zum Umdenken bewegen wird? Was meint Ihr?
Spock
  • Posts: 20

Posted: 2007-07-23 19:03

Ich glaube die Mehrheit der Pariser wird sich weiterhin mit Autos und öffentlichen Verkehrsmitteln begnügen, aber die Initiative kann eine eher Radfahrer-feindliche Stadt verbessern - weniger Lärm und weniger Schmutz auf Pariser Strassen sind herzlich willkommen!
In Wien funktioniert dasselbe Projekt beispielsweise prächtig! Allerdings besteht dort die Möglichkeit, die Fahrräder eine Stunde lang kostenlos zu benützen, um damit in der Stadt herumzufahren :-)
wepe
  • Posts: 5

Posted: 2007-11-12 08:33

Haben nicht viele mehr oder weniger große Städte die Möglichkeit, so zu handeln, sich so zu verhalten? Gefragt ist besonders der öffentliche Personennahverkehr.
Katha
  • Posts: 73

Posted: 2007-11-20 17:58

Also ich bin grundsätzlich der Meinung, dass sich Vélib-Fahrer in Paris in Lebensgefahr bringen. Wenn man diese teilweise sehr ungeschickten Radfahrer sieht, die sich zwischen Taxen und Bussen hindurchschieben (die Lenker wirken in der Tat ziemlich wuchtig) oder plötzlich aus dem Nichts auftauchen - bekommt man zu Zeiten einen kräftigen Schreck. Ich als Autofahrer(in) war mehr als einmal dem Herzstillstand sehr nahe. Eine Frau wurde bereits von einem LKW erfasst und hat die Sache nicht überlebt. Das Problem ist, dass Autofahrer und Radfahrer auf den Boulevards "konkurrieren". Es gibt (so gut wie) keine Radwege. Meiner Meinung nach haben Radfahrer auf dreispurigen Straßen nichts zu suchen!
oneWORLD
  • Posts: 1

Posted: 2008-02-27 02:39

Ich glaube nicht, dass viele Pariser dadurch umdenken werden, denn das Umweltbewusstsein ist in ihren Köpfen (noch) nicht so sehr verankert. Aber jeder noch so kleine Versuch ist dringend notwendig, um zu erkennen, was eben nötig ist um die Franzosen umweltbewusster zu machen. Da gehören auch Fehlinvestitionen leider dazu. Jedoch glaube ich nicht, dass die Fahrräder so eine sind, denn dazu besitzen sie zu große Signalwirkung, nach innen hoffentlich und nach außen auf jeden Fall. Auf großen Strassen ist das natürlich problematisch, aber je mehr Leute die Räder nutzen um so mehr müssen sich die Autofahrer an sie gewöhnen und dementsprechend auch langsamer und vorsichtiger fahren, zum Vorteil von allen Verkehrsteilnehmern.
Anni
  • Posts: 2

Posted: 2008-02-28 13:00

Ich finde die Einführung der Vélibs in Paris gut, da die Umwelt weniger belastet wird und man sich nicht in die ohnehin überfüllten Verkehrsmittel drängen muss. Allerdings sollten auch die zahlreichen Touristen, die einen Großteil der täglichen Stadtbevölkerung ausmachen, die Möglichkeit haben, diese Fahrräder spontan anstelle der Taxis und der öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Demnach wäre nicht nur das Jahresabo von 30 € für Franzosen und in Frankreich lebende Ausländer sinnvoll, sondern auch eine spontane Bezahlung per Kreditkarte, z. B. per Visa-Cart, für interessierte Touristen.

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