Noch kein Babelianer?
In Europa vermehren sich seit einigen Jahren Akteure und Initiativen, die versuchen, Menschen mit Hilfe von Mikrokrediten wieder in die Gesellschaft einzugliedern. Analyse.
Drogenhandel, Analphabetentum und rotznasige Kinder, Bus- und Taxifahrer wagten sich lange nicht in den Dschungel der Trabantenstadt: das ist auch heute noch das Image des "Barrio Tres Mil", dem "3000er Viertel", an der Südgrenze der andalusischen Hauptstadt Sevilla. Ist der Ruf gerechtfertigt?
Mobilität in Europa heißt nicht nur Erasmus und Billigflüge, sondern auch: wenig Arbeit und das zu miserablen Bedingungen. Vor allem, wenn man die Landessprache nicht spricht. Erfahrungen aus Paris.
Die Inflation liegt über dem europäischen Durchschnitt, die Löhne dagegen sind seit Jahren eingefroren. Die Folge: Die Kaufkraft sinkt, die Jugend verarmt.
Banlieue ist die umgangssprachliche Umkehrung von 'lieu du ban', wörtlich: Ort der Verbannung. Jenseits der Peripherie, der Stadtautobahn um Paris, reihen sich lange Hochhauszeilen dicht aneinander. Rundgang in 'le petit Nanterre', wo die Hoffnungslosigkeit regiert.
Obdachlose, Immigranten, das Wegsehen der Passanten: ein anderes Paris in Bildern der Gleichgültigkeit, das auch Präsident Sarkozys Schönmalereien nicht wegwischen können.
Hohe Mieten, viele Mitbewerber - alltägliche Probleme der über 100.000 Wohnungssuchenden in Paris.
Durch die Explosion der Mietpreise wird es in Paris schwer als Student eine Wohnung zu finden. Der Verband Macaq besetzt leer stehende Häuser und rückt so den Mangel an Studentenwohnheimen ins öffentliche Bewusstsein.
Wie der Tagesspiegel im vergangenen Mai besorgt mitteilte, lebt jedes dritte Kind in Berlin von Hartz IV, ein bundesweiter Rekord. Eine Folge der Wiedervereinigung?
Europas junge Leute folgen dem Trend der Zeit: Universität, erster Job, die Zukunft absichern. Doch mit 1000 Euro im Monat fällt der Berufseinstieg in Sevilla doch extrem schwer.
Die iranische Fotojournalistin Newsha Tavakolian im Gespräch mit cafebabel.com über die Situation der Frauenrechte im Mittleren Osten.
Die deutsche Supermarkt-Kette Lidl unterhält Filialen in ganz Europa. Die Gewerkschaft ver.di wirft dem Unternehmen in einem Schwarzbuch vor, seine Angestellten stark unter Druck zu setzen.