Noch kein Babelianer?
Während der Zustrom von illegalen Einwanderern nach Italien und Spanien drastisch abgenommen hat, sind die griechischen Inseln in der östlichen Ägäis das neue Ziel illegaler Einwanderer.
Geschmuggelte Zigaretten, Alkohol, Medikamente, billiger Kleinkram und Raubkopien, Imitationen von Markenschuhen und Kleidung. Der Jahrmarkt Europa in Warschau erinnert an den Turm zu Babel, denn hier ist die kulturelle Vielfalt Alltag.
In Italien arbeiten zwischen 300.000 und 700.000 Personen, in der Mehrzahl rumänische Frauen, meist schwarz als persönliche Altenpfleger und Haushaltshilfen in Familien. Die Regierung versucht so zu tun, als ob nichts wäre, obwohl sie inzwischen die illegale Einwanderung bestrafen will. Ein Bericht aus Salerno in der süditalienischen Region Kampanien.
Superpräsident Nicolas Sarkozy hat auch für den französischen Vorsitz der EU große Pläne gemacht. Auf seiner überladenen Agenda für das zweite Semester 2008 stehen Immigration, Lissabon-Strategie, die Europäische Armee und die EU-Erweiterung ganz oben. Kann der hyperaktive Hansdampf in allen Gassen die Stimmung in der EU nach dem irischen Nein wieder heben?
Weit gen Westen und sieben Stunden hinterherhinkend, ist Europa für chinesische Einwanderer ein Schachbrett mit 27 Feldern, auf dem sie sich je nach Arbeitsmarkt und kultureller Anziehungskraft strategisch bewegen. Sind Chinesische Einwanderer am Ende europäischer als die Europäer selbst?
Irland droht die europäische Konstruktion mit einem Nein zum Referendum zu blockieren. Die Kurznachrichten aus Brüssel.
"Zu vermieten im Grüngürtel von Óbuda, Ungarn: Wohnung 50 Quadratmeter, 2 Zimmer, Baujahr 2002. Die Wohnung liegt an einem 30 Quadratmeter großen Hof, Zugang über den Garten, unmöbliert. Unerwünscht: Tiere und Farbige!"
Europa stutzt seine Asylanträge innerhalb eines Jahres von 424.000 auf 192.000: Frankreich hat dabei die Nase vorn, Spanien verhält sich wie ein Schüler beim Nachsitzen und Sarkozy will einen europäischen Einwanderungspakt.
In einem europäischen Land geboren zu sein, reicht allein nicht aus, um ein tatsächlicher Bestandteil der Eurogeneration zu sein. Denn darunter mischen sich die Probleme der Integration. Ein Treffen mit Madhi und Ali.
Die Fanggebiete vor der senegalesischen Küste sind beinahe leergefischt. Und die Fischer, Opfer der Handelsabkommen mit der EU, machen sich in ihren Einbäumen auf den gefährlichen Weg nach Europa.
In Brüssel kämpfen hundertfünfzig Einwanderer im Hungerstreik um eine unbegrenzte Aufenthaltsgenehmigung.
Kurz vor den bevorstehenden Wahlen am 9. März haben Verhaftungen von mutmaßlichen ETA-Terroristen oder Djihad-Kämpfern in Spanien zugenommen.
Insgesamt leben 3,8 Millionen Türken in der EU. Dänemark hat im Vergleich die siebtgrößte türkische Minderheit in Europa. Auch der 50-jährige Aydin Öztürk gehört dazu. Mit seiner dänischen Frau lebt er in Odense und hat seinen Platz in der Gesellschaft gefunden.
Banlieue ist die umgangssprachliche Umkehrung von 'lieu du ban', wörtlich: Ort der Verbannung. Jenseits der Peripherie, der Stadtautobahn um Paris, reihen sich lange Hochhauszeilen dicht aneinander. Rundgang in 'le petit Nanterre', wo die Hoffnungslosigkeit regiert.
Seit dem 1. Mai 2004 ist Polen offizielles Mitglied der Europäischen Union. Eine Reiseerlaubnis ist jedoch längst kein Garant für eine Arbeitserlaubnis in Europa.
Am 23. Oktober wird EU-Kommissar Franco Frattini seine Vorschläge für eine "Blue Card" in Anlehnung an die "Green Card" der USA vorstellen.
Auf der anderen Seite geht Themen wie der Zugehörigkeit zum Vaterland, der Bedeutung von Bildung für Einwanderer und dem Beitritt der Türkei zur EU auf den Grund.
Yasmin, Cihan, Mani, und Christian sind die Protagonisten des deutsch-französischen Filmprojekts Mon monde - meine Welt, das bitter-fröhlich aufzeigt, dass es zum Thema Immigration in Europa keine Pauschalantworten gibt.
Vor drei Jahren begann das Umsiedlungsprogramm der Ahiska Türkleri aus Russland in die USA. Doch was erwartet jene Ahska, die es bisher nicht über den Atlantik geschafft haben?
Polen stellen zahlenmäßig die zweitgrößte Minderheit in Berlin dar. Der Stereotyp des zugewanderten Arbeiters ist jedoch längst überholt. Studenten, Künstler und Geschäftsmänner strömen in die deutsche Hauptstadt.
Zwischen Morgen- und Abendland, ist Athen Anlaufpunkt für viele Migranten. Die albanischen Einwanderer repräsentiern nicht nur die größte, sondern auch die am meisten stigmatisierte Minderheit Griechenlands. Geschichte eines Missverständnisses.
Im Mai 2007 wurde das französische Ministerium für Immigration und nationale Identität gegründet. Dieser Tage überlegt die Institution die neu ankommenden Immigranten zu bezahlen, damit sie in ihre Heimat zurückkehren. Multikultitraum ade?
Auch wenn die aktuelle französische Regierung drei Politiker mit Migrationshintergrund zählt, so bleibt deren Anteil doch sehr gering. Interview mit Karim Zéribi, einem ehemaligen Berater des Innenministers Jean-Pierre Chevènement.
Ethnische Quoten oder positive Diskriminierung: Beides Ausdrücke, die oft Zähneknirschen verursachen. An diesem Thema scheiden sich in Frankreich und auf der anderen Seite des Ärmelkanals die Geister.
Am 11. März 2004 zündeten islamische Extremisten Bomben in vier Vorortzügen der spanischen Hauptstadt Madrid. Drei Jahre danach leben die Muslime Spaniens in Angst vor Diskriminierung und Ablehnung.
In den 50ern ging man ins Ausland, weil es in der Heimat keine Arbeit gab. Heute ist das Arbeiten in der Fremde eine Selbstverständlichkeit – und fast schon ein Vergnügnen.
Die Fotos des chilenischen Fotografen Cristóbal Schal zeugen vom Leben der Einwanderer in der Hauptstadt Kataloniens.
In Barcelona gibt es über 300 besetzte Häuser. Kurz vor den Kommunalwahlen im Mai 2007 interessieren sich auch Lokalpolitiker und Immobilienfirmen für die illegalen Wohngemeinschaften.
Mit Wurstwaren ohne Schweinefleisch will ein bulgarischer Unternehmer die EU erobern.
Ferenc Puskas und Vikhash Dhorasoo: zwei Fußballer, zwei Generationen. Und zwei Geschichten über den europäischen Fußball damals und heute.
Liebe jenseits der Landesgrenzen: Heute scheint das einfach zu sein, einfacher jedenfalls als nach dem Zweiten Weltkrieg. Ein junges und ein älteres Paar erzählen.
Milli Görüs ist die größte islamische Religionsgemeinschaft Europas. In Deutschland wird sie vom Verfassungsschutz beobachtet.
Der Slowake Ján Figel, 47, ist EU-Kommissar für Bildung, Ausbildung und Kultur. Ein Gespräch.
Mit ihrem Comic „Persepolis“ wurde die Iranerin Marjane Satrapi, 37, schlagartig berühmt. Ein Gespräch über die Macht der Bilder und des Lachens.
Die Ultranationalisten sind aus den Parlamentswahlen in Serbien als stärkste Kraft hervorgegangen. Der Schriftsteller Branislav Djordjevic behauptet im Interview, dass die EU die Demokratisierung in Serbien behindere.
Rom liegt in der Mitte Italiens. Von den Norditalienern wird es gehasst, von den Süditalienern geliebt. Eine Spurensuche.
In Rom leben deutlich mehr Einwanderer, als offizielle Statistiken glauben wollen. Bis heute fehlt Italien eine Asylgesetzgebung.
Beim Treffen des Europäischen Rates am 13. Dezember Brüssel wird es auch um Immigration gehen. Europa sollte sein Verhältnis zu Afrika überdenken.
Seit der EU-Erweiterung suchen immer mehr junge Polen ihr Glück in Großbritannien. Sie packen, kellnern und hoffen auf die große Karriere.
Jeder fünfte Jugendlich ist in Tower Hanmlets, dem indischen Viertel Londons, arbeitslos. Die Behörden tun sich schwer dabei, dass Problem zu bekämpfen.
Paul Kapteyn, Vorsitzender der Organisation Vereniging Democratisch Europa über die Europa-Müdigkeit in seinem Heimatland und die mangelnde Führungskraft der niederländischen Politiker.
Am 22. und 23. November diskutieren in Tripolis Vertreter von EU und Afrikanischer Union über Migration und Entwicklungschancen für Afrika.
Auf ihrem Gipfeltreffen im finnischen Lahti haben die Staatschefs der EU über eine bessere Bewachung der europäischen Küsten beraten.
Dating-Agenturen machen vor niemandem Halt. Auch nicht vor Moslems.
Der französische Innenminister hat in Madrid vorgeschlagen, die Asylpolitik „vollständig“ in die Hände der EU zu legen.
Am 19. September 1946 forderte Winston Churchill in einer Rede in Zürich die "Vereinigten Staaten von Europa". 60 Jahre später wollen die Briten immer noch nichts von einem föderalen Europa wissen.
Eltern, die im Ausland arbeiten, schicken ihre Kinder auf die internationale Schule vor Ort. Doch nicht immer ist es leicht, einen der heißbegehrten Plätze zu ergattern, wie das Beispiel Polen zeigt.
Die Regierung Blair will muslimische Religionsschulen in Großbritannien fördern - und löst damit eine Debatte aus.
Am 11. März 2004 zerbombten Terroristen in Madrid mehrere Vorort-Züge. Das Vertrauen der Spanien in die Sicherheit ihres Landes wurde schwer erschüttert - dennoch reagierten die Behörden mit Bedacht.
Eine einheitliche Anti-Terror-Politik in der EU? Fehlanzeige. Jedes Land strickt sich im Kampf gegen Terroristen lieber sein eigenes Gesetz.
Fünf Jahre nach den verheerenden Anschlägen lernen immer mehr Amerikaner die europäische Art der Terrorbekämpfung schätzen.
Nur einige wenige der fünfzehn Millionen Muslime in Europa sind Terroristen. Doch ihre Verbände tun sich schwer damit, dem Misstrauen gegen ihren Glauben entgegen zu treten.
Nach den vereitelten Terroranschlägen von London gelten in Europas Staaten unterschiedliche Sicherheitsstufen. Ein Überblick.
Tausende Vietnamesen, die jedes Jahr nach Polen auswandern, leben dort in der ständigen Angst, wieder abgeschoben zu werden.
Der französische Innenminister Nicolas Sarkozy hat angekündigt, bis Ende des Jahres 25 000 illegale Einwanderer abzuschieben, darunter auch viele Schüler. Ein Lehrerbündnis setzt sich zur Wehr.
In Holland ist die Prostitution seit Oktober 2000 legal. Doch immer noch ist das Gewerbe zwischen dem Bedürfnis nach sozialer Anerkennung und dem harten Alltag hin und her gerissen.
Was einst von den Anhängern des Flower Powers als billige Wohnmöglichkeit entdeckt wurde, ist heute ein Luxus, den sich nur Reiche leisten können.
Im Pariser Norden lebt eine kleine Gemeinde von Exil-Kongolesen. Die meisten wollen wieder zurück in ihr Land, haben aber keine Hoffnung, dass die Wahlen die Situation dort verbessern werden.
Vor Jahren hat die EU den Staaten des früheren Jugoslawiens den Beitritt versprochen. Jetzt treten die ersten Politiker auf die Bremse – und setzen damit die Stabilisierung des Balkans aufs Spiel.
Zahlreiche DJs zeigen, dass sich die Musik der Roma wunderbar mit elektronischer Musik verschmelzen lässt.
Zwischen neuem Nationalismus und wieder entdecktem Selbstbewusstsein: Die Deutschen beginnen, ihre Geschichte anders zu betrachten – ohne sich vollständig von ihr zu lösen.
Das Beispiel Luxemburg zeigt: Bei 39% Ausländeranteil ist es nicht leicht, ein Nationalbewusstsein zu schaffen. Einzig durch die Sprache scheint dies möglich.
Das Schicksal Polens in den vergangenen Jahrhunderten ist eng mit der Polonia, der polnischen Diaspora verbunden. Bis heute ist die Polonia für Auslandspolen ein probates Mittel, Einfluss zu nehmen.
Interview mit Paul Oriol, europäischer Aktivist für eine auf dem Wohnsitz basierende Staatsbürgerschaft.
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