Noch kein Babelianer?
Die deutsche Politikerin, Mitglied der europäischen Grünen im EU-Parlament, über die Bedrohung des europäischen Sozialmodells durch die Steuerparadiese Andorra, Gibraltar und Liechtenstein.
Der Steuerhimmel auf Erden liegt zwischen Belgien, Frankreich und Deutschland: Luxemburgs Bürger zum Thema Steuerparadies.
Wie wird man Milliardär? Zunächst muss man aus Europa flüchten: von den 1125 Milliardären, die von Forbes gezählt wurden, sind gerade einmal 25% europäischen Ursprungs. Die übrigen kommen vor allem aus den Vereinigten Staaten (42%), aus China, Indien und Russland.
Ganz gleich, ob internationale Konzerne dank ihnen ihre Profite steigern oder wohlhabende Privatpersonen ihre Vermögen am Fiskus verbeischummeln: Steueroasen sind die Schattenseite der internationalen Finanzwelt. Wie können sie trockengelegt werden?
Liechtenstein liegt im geografischen Herzen der EU: 35.000 Einwohner, 70.000 Stiftungen, 110 Milliarden auf Bankkonten gebunkert, deren Inhaber gerne inkognito zu bleiben wünschen. Da ist doch irgendetwas faul.
Die Schweiz kultiviert den Mythos eines einsamen Paradieses, das dank seiner Neutralität von allen Übeln der Welt verschont wird.
Privilegierte Partnerschaft mit einigen Dunkelzonen: der kleine Helvetierstaat scheint in seiner Reflexion über einen eventuellen EU-Beitritt recht träge.
Die Schweiz ist für ihre Neutralität bekannt und gilt als Steuerparadies. Ein Gespräch mit Bernhard Marfurt, dem Schweizer Botschafter bei der EU in Brüssel.
Nicolas Rion, Generalsekretär der "Neuen Europäischen Bewegung Schweiz", zum helvetischen Drückeberger.