Noch kein Babelianer?
Geschmuggelte Zigaretten, Alkohol, Medikamente, billiger Kleinkram und Raubkopien, Imitationen von Markenschuhen und Kleidung. Der Jahrmarkt Europa in Warschau erinnert an den Turm zu Babel, denn hier ist die kulturelle Vielfalt Alltag.
"Sie sind Europas beweglichste Bürger. Sie überwinden Grenzen. Sie sind mehr als alle anderen bewährte, weil leidgeprüfte Europäer“, so der Nobelpreisträger Günther Grass über die Roma. Die EU bemüht sich in einem Sondergipfel am kommenden 16. September in Brüssel um eine Verbesserung der Lebensbedingungen der 10 Millionen Roma in Europa.
"Zu vermieten im Grüngürtel von Óbuda, Ungarn: Wohnung 50 Quadratmeter, 2 Zimmer, Baujahr 2002. Die Wohnung liegt an einem 30 Quadratmeter großen Hof, Zugang über den Garten, unmöbliert. Unerwünscht: Tiere und Farbige!"
Weil Extremisten den ersten Speaker's Corner außerhalb von Großbritannien als Aufmarschplatz missbraucht haben, will Prag das Projekt eines jungen Briten aus dem Stadtzentrum verbannen.
Auch wenn am 8. April der Internationale Tag der Roma gefeiert wurde, dominieren - laut einem der führenden Roma-Aktivisten in Ungarn - weiterhin billige 'Zigeuner'-Klischees die Medien.
Architektinnen leiden unter einer sozio-historisch bedingten Unsichtbarkeit. Mit der Gründung von fachlichen Netzwerken kann diese Benachteiligung bewusst gemacht werden.
Ausnahmezustand: Das Aufbegehren tibetischer Mönche gegen die chinesische Unterdrückung in ihrem Gebiet eskaliert. Claude Balsiger, ein 25-jähriger Tourist aus der Schweiz, beschreibt eine bewegende Woche in der tibetischen Hauptstadt Lhasa.
Es ist ein einzigartiges und ausgeflipptes fotografisches Unternehmen, auf das sich die beiden Freunde JR und Marco eingelassen haben. Sie zeigen, wie man Europäer auf den Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern aufmerksam macht.
Die zeitgenössische Kunst ist eine andere Facette des Kosovo, dessen Bilder in der ganzen Welt nur Chaos zeigen. Der visuelle Künstler Artan Balaj, 29, zu Krieg, Death Metal und Pink Floyd.
Der Brite Noël Martin, der von deutschen Neonazis angegriffen wurde und seitdem querschnittsgelähmt ist, hat im letzten Jahr seinen geplanten Tod verschoben - und somit die Euthanasie-Debatte neu entfacht. Sterben will er aber immer noch.
Arkadi Babtschenko, der als 18-Jähriger an die tschetschenische Front geschickt wurde, offenbart in seinen gesammelten Erzählungen 'One Soldier's War in Chechnya' den täglichen Alptraum eines russischen Soldaten.
13 Februar. Groleinwände, Tagesreisen nach Canberra und eine historische 'Entschuldigung' der Labour-Regierung an die unzähligen Eingeborenenkinder, die mit der britischen Kolonisierung ihren Eltern entrissen wurden.
Die größte Schwulenszene gleich nach London, Berlin und Amsterdam hat Paris. 700.000 Schwule und Lesben haben im letzten Jahr an der Pariser Gaypride teilgenommen. Stadt der (un)begrenzten Toleranz?
Der senegalesische Hip-Hopper, 38, lässt seine Musikerkollegen auf seinem ersten Album "Presidents of Africa" zu Wort kommen und engagiert sich für einen harmonischen schwarzen Kontinent. Begegnung in Dakar.
Der kürzlich auf dem polnischen Buchmarkt erschienene Essay 'Angst' von Jan Tomasz Gross spaltet die öffentliche Meinung zum Thema Antisemitismus im Polen der Nachkriegszeit.
Diese Woche live aus Brüssel: offizielle Verleihung des Sakharov-Preises und Europaabgeordnete liegen sich in den Haaren.
Die Geschichte der in Berlin lebenden Nachfahren der Wolgadeutschen, die um Harmonie im Alltag und bessere Lebensumstände in ihrer Wahlheimat kämpfen.
Marjane Satrapis Graphic Novel erobert europäische Kinoleinwände: beim 20. Europäischen Filmpreis, der am 1. Dezember 2007 in Berlin verliehen wird, ist Persepolis neben 5 anderen Produktionen in der Kategorie "bester Film" nominiert.
Klempner für leckende EU-Fortschrittsberichte, Bye-bye Bosnier! - alias Lidija Topics Abberufung und Geschichten vom "EU-Wining and Dining Day".
Auf der anderen Seite geht Themen wie der Zugehörigkeit zum Vaterland, der Bedeutung von Bildung für Einwanderer und dem Beitritt der Türkei zur EU auf den Grund.
Ethnische Quoten oder positive Diskriminierung: Beides Ausdrücke, die oft Zähneknirschen verursachen. An diesem Thema scheiden sich in Frankreich und auf der anderen Seite des Ärmelkanals die Geister.
Am 11. März 2004 zündeten islamische Extremisten Bomben in vier Vorortzügen der spanischen Hauptstadt Madrid. Drei Jahre danach leben die Muslime Spaniens in Angst vor Diskriminierung und Ablehnung.
Eine neue Frauenpartei macht in Polen gegen das traditionelle Frauenbild der konservativen Regierung mobil.
Ob Zwerge oder Unberührbare: Die 35jährige Journalistin Sandra Camps berichtet in ihren Reportagen über die Menschen im Abseits der Gesellschaft.
Frauenrechte werden im Kaukasus oft mit Füßen getreten – Erkundungen in der georgischen Hauptstadt Tiflis.
Am 11. Februar stimmen die Portugiesen darüber ab, ob Frauen in Zukunft legal abtreiben dürfen. Die Kirche macht gegen das Gesetz mobil und pocht auf die „Heiligkeit des Lebens“.
Milli Görüs ist die größte islamische Religionsgemeinschaft Europas. In Deutschland wird sie vom Verfassungsschutz beobachtet.
In Bulgarien schützen sich wohlhabende Familien durch so genannte „gated communities“ vor der armen Bevölkerungsmehrheit.
Während die Kämpfe in Tschetschenien weitergehen, arbeitet ein Pariser Verein daran, dem Leiden der Tschetschenen mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen.
Warum haben die Europäer Angst vor China? Gespräch mit einem chinesischen Geschäftsmann, der in Europa Karriere gemacht hat.
In Rom leben deutlich mehr Einwanderer, als offizielle Statistiken glauben wollen. Bis heute fehlt Italien eine Asylgesetzgebung.
Pablo Guitérrez beobachtete für die EU die Wahlen in Bolivien. Ein Gespräch über die Verstaatlichung der Energiereserven und den wachsenden Nationalismus im zweitärmsten Land Amerikas.
Filme über Mädchen aus den Vorstädten stehen in Europa hoch im Kurs
Eine einheitliche Anti-Terror-Politik in der EU? Fehlanzeige. Jedes Land strickt sich im Kampf gegen Terroristen lieber sein eigenes Gesetz.
Wie kann man der Krise in den Niederlande begegnen? Die Initative „Lux Voor“, die im März 2006 gegründet wurde, will nach Lösungen suchen – über Parteigrenzen hinweg.
Was einst von den Anhängern des Flower Powers als billige Wohnmöglichkeit entdeckt wurde, ist heute ein Luxus, den sich nur Reiche leisten können.
Einst waren die Hausbesetzer von Amsterdam eine politische Bewegung, die das Gesicht der niederländischen Hauptstadt veränderte. Heute lernen junge Osteuropäer in den „Squats“ fürs Leben.
Die deutsche Supermarkt-Kette Lidl unterhält Filialen in ganz Europa. Die Gewerkschaft ver.di wirft dem Unternehmen in einem Schwarzbuch vor, seine Angestellten stark unter Druck zu setzen.
Im Pariser Norden lebt eine kleine Gemeinde von Exil-Kongolesen. Die meisten wollen wieder zurück in ihr Land, haben aber keine Hoffnung, dass die Wahlen die Situation dort verbessern werden.
Am 30. Juli haben die Kongolosen einen neuen Staatschef und ein neues Parlament gewählt, doch erst Ende August wird man das Ergebnis kennen. Fraglich bleibt, ob die Wahlen die Spaltung des Landes überwinden können.
Mit 20 kam Dieudonné Kabongo aus dem Kongo nach Brüssel, um Mechanik zu studieren - und machte Karriere als Kabarettist. Ein Gespräch über verlorene Wurzeln und Europäer, die Djembé spielen.
Vor Jahren hat die EU den Staaten des früheren Jugoslawiens den Beitritt versprochen. Jetzt treten die ersten Politiker auf die Bremse – und setzen damit die Stabilisierung des Balkans aufs Spiel.
Einige Staaten der Europäische Union liefern seit Jahren Waffen nach Israel und Libanon. Der Verhaltenskodex der Union zum Waffenhandel wird dabei umgangen.
Zahlreiche DJs zeigen, dass sich die Musik der Roma wunderbar mit elektronischer Musik verschmelzen lässt.
Yalcin Vehit, Chef der türkisch-zypriotischen Vertretung bei der EU, spricht mit cafebabel.com über die Forderungen Nord-Zyperns an den griechischen Teil der Insel und die EU.
In der Moldau-Region im Nordosten Rumäniens leben die Csángó, eine ungarische Volksgruppe. Ihre Geschichte ist geprägt von erbitterten Kämpfen für die Anerkennung ihrer Rechte.
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Warum weiß in Europa niemand, wer die Uiguren sind, obwohl das kleine Turkvolk in vielem das Los der Tibeter teilt? Die Antwort liegt nicht allein darin, dass ihnen ein Führer wie der Dalai Lama fehlt, sondern wohl auch, dass es Peking gelungen ist, das muslimische Wüstenvolk in die Nähe des ...
Pöbeleien und Vandalismus junger Migranten als Ausdruck einer fundamentalistischen Ideologie, die gefährlicher als Faschismus oder Kommunismus ist. Wer dies noch nicht wusste, sollte dringend die FAZ lesen. Dort klärt Frank Schirrmacher über die wahren Ursachen von Jugendgewalt auf und warnt vor dem drohenden Krieg der Kulturen.
Auf dem zweiten deutschen Integrationsgipfel am 12. Juli hat die Regierung einen nationalen Integrationsplan mit mehr als 400 Maßnahmen beschlossen. Doch dieser Erfolg wurde überschattet vom Protest der türkischen Verbände. Sie fühlten sich ignoriert und blieben daher dem Treffen einfach fern.